Agathe Ackermann (Rosenthal)

State:
No sufficient connection to Saarland
Gender:
female
Maiden name:
Ackermann
So called:
-
Alias:
-
Date of birth:
11. Juni 1903
Residence:
Not known
Place of persecution:
Not known
Date of death:
11. Juni 1942
Deceased in:
LEA file number:
Spouse:
Date and place of marriage:
Not known
Mother:
Not known
Father:
Not known
Siblings:
Not known
Children:
Not known
*Hidden due to legal regulations

Vita

(RS) Heirat 17 Oct 1940 Wiesbaden, Hessen: Ernst Ludwig Rosenthal 1904–1942
(ML) Agathe Auguste Rosenthal, geborene Ackermann
11.06.1903 in Bad Schwalbach / Untertaunuskreis / Hessen-Nassau
Todesdatum: vor 08.05.1945
"Rasse": JJJJ
Verfolgungsgrund: rassisch
Gestorben an den Folgen der NS-Verfolgung
Für tot erklärt. (Bundesarchiv)
17.05.1939 Geisbergstr. 16 I., Wiesbaden, Stkrs. Wiesbaden, Provinz Hessen-Nassau, Deutsches Reich
Deportation 11.06.1942
Ziel der Deportation: Sobibor, Extermination Camp
Deportation ab: Frankfurt a. Main
† Tod: vor 08.05.1945
(GB-BA) Rosenthal, Agathe Auguste geb. Ackermann
geboren am 11. Juni 1903
in Langenschwalbach (Schwalbach, Bad)/Untertaunuskreis/Hessen-Nassau
wohnhaft in Wiesbaden
Deportation ab Frankfurt a. Main
11. Juni 1942, Sobibor, Vernichtungslager
Todesort Sobibor, Vernichtungslager
für tot erklärt

Notes

(RS) Vater Jachel gen. Julius Ackermann 1863–1932
Mutter Rosa Ackermann geb. Blumenthal 1867–1925
Geschwister:
Moses Ackermann 1890–
Joseph Ackermann 1891–1891
Bertha Clementine Ackermann 1894–1962
Irma Ackermann 1897–
Ehemann Ernst Ludwig Rosenthal 1904–1942

Biography

(W) Ernst und Agathe Rosenthal, geborene Ackermann

(...) Knapp ein Jahr lebten Ernst und Agathe Rosenthal wohl zusammen in der Geisbergstraße, bevor sie dann gemeinsam in das Judenhaus in der Frankenstraße umziehen mussten. In der Gestapo-Karteikarte von Ernst Rosenthal ist dieser Umzug nicht eingetragen, in der seiner Frau ist hingegen als Termin der 3. Oktober 1941 notiert. Es besteht aber kein Zweifel, dass trotz des fehlenden Eintrags auf der Karte von Ernst Rosenthal beide gemeinsam umzogen, denn am 7. Oktober 1941 richtete er von dieser Adresse die Bitte an die Devisenstelle in Frankfurt, man möge ihm 300 RM zusätzlich freigeben, damit er die Kosten für die Herrichtung der neuen Wohnung, die im vierten Stock des Hauses lag, bezahlen könne. Der Bitte wurde genauso entsprochen, wie der wenige Tage später gestellten. Diesmal bat er darum, seinen Freibetrag generell auf monatlich 300 RM zu erhöhen, da er durch die Eheschließung wesentlich höhere Unterhaltskosten habe. Man muss also davon ausgehen, dass das Paar seit Anfang Oktober 1941 gemeinsam in dem Judenhaus Frankenstr. 15 wohnte. Der Brief, in dem er um die Erhöhung seines Freibetrags bat, ist das letzte Lebenszeichen, dass von den beiden erhalten geblieben ist. Das letzte Blatt der Akte stammt vom 3. Juli 1943 und verfügt die Einziehung ihres verbliebenen Vermögens.

Am 10 Juni waren beide aus der Frankenstr. 15 über Frankfurt „nach dem Osten“ deportiert worden. In Lublin wurden sie aller Wahrscheinlichkeit getrennt. Ernst Rosenthal wurde auf der Rampe in Lublin als „arbeitsfähig“ eingestuft und zum Arbeitseinsatz nach Majdanek geschickt wurde, wo er nach nur vier Wochen am 24. Juli 1942 ums Leben kam.Seine Frau wurde unmittelbar nach der Ankunft in Lublin in das Vernichtungslager Sobibor überführt und ermordet. Ihr Todestag wurde gerichtlich auf den 8. Mai 1949 festgelegt.

Q: https://moebus-flick.de/die-judenhaeuser-wiesbadens/frankenstr-15/ernst-und-agathe-rosenthal-geborene-ackermann