Ruth Leeser (Meyer)

Status:
Überlebend
Geschlecht:
weiblich
Geburtsname:
Leeser
Genannt:
-
Alias:
-
Geburtsdatum:
14. November 1920
Geburtsort:
Wohnort:
Ort der Schädigung:
Todesdatum:
19. Juli 2016
Verstorben in:
Signatur LEA:
10684
Ehepartner:
Hochzeit:
Nicht bekannt
Mutter:
Vater:
Geschwister:
Nicht bekannt
Kinder:
*Aufgrund rechtlicher Bestimmungen ausgeblendet

Vita

(LEA) Firma Neher u. Fohlen i. L. OHG in Saarbrücken, ansässig in Saarbrücken ab 26.04.1907, Auflösung der Firma zum 21.06.1934
(EMV) Staatsangehörigkeit französisch
01.03.1965 Breitenbacherstraße 11, 66115 Saarbrücken Malstatt
31.12.1996 Verzogen nach Frankreich
(JSe) Ruth Meyer, geb. Leeser, verw. Neher, kam 1921 [sic] in Saarbrücken zur Welt
Eltern Möbelgroßhandel
Internat in Nizza
Nov. 1942 Flucht und Versteck in der Umgebung von Toulouse
dort Heirat und Geburt des Sohnes im Versteck
Der Sohn und die 1950 geborene Tochter leben in Paris. (S. 14)
(SZ) Ecke Saargemünder/Blücherstraße in Saarbrücken zeigt. Das Haus links, Nr. 21, gehörte ihrem Vater, Ernst Leeser
Ganz nah, im Haus neben dem "Blauen Hirsch" (in dem übrigens nach dem Krieg jüdische Gottesdienste stattfanden), ist Ruth Leeser zunächst in die private Grundschule von Else Maret gegangen. Hier wurden christliche und jüdische Kinder zusammen unterrichtet. Später besuchte sie das Auguste-Victoria-Gymnasium in der Talstraße. Allerdings nur bis zur Untertertia, als jüdische Kinder die Schule nicht mehr betreten durften.
Ernst Leeser, Freimaurer, hatte im "Lampertshof" einen Möbelgroßhandel. Die Familie war gut situiert, flüchtete aber 1935 nach Frankreich. Ruth, bei der Flucht 15 Jahre alt, hat ihre Jugend in Verstecken verbracht, musste ständig auf der Hut vor Entdeckung und Auslieferung sein. Sie hat dann während dieser Zeit geheiratet und auch ihren Sohn bekommen, immer in der Gefahr, entdeckt zu werden. Die Familie hat überlebt, später wurde noch eine Tochter geboren. Nach dem Krieg kehrten alle - Vater Leeser zuliebe, der sich das so sehr wünschte - zumindest zeitweilig nach Saarbrücken zurück. Nach dem Tod ihres Mannes Alfred Neher 1981 heiratete Ruth im vorgeschrittenen Alter nochmals: Kurt Meyer, den sie von Jugend an kannte und dessen Vater, Dr. Louis Meyer, Minister in der Saarregierung war. Heute lebt Ruth Meyer, seit 1996 wieder verwitwet, in Metz, ihre Kinder sind in Paris.
(Srb. Ztg 26.09.2008)
(JSe) Wir haben auf der anderen Seite vom Staden gewohnt, in der Ecke Blücherstraße. Ich war in der Privatschule, direkt nebenan bei dem Fräulein Marett. Es war an und für sich eine sehr glückliche Zeit. Ich hatte sehr viele Freunde. Wenn ich nicht in der Schule war, hab ich auf der Straße gespielt. Und dann bin ich 1931 ins Gymnasium gekommen. (...)
Mein Vater hat den Lamberthof gehabt. Wir hatten eine Möbelhandlung und haben, was wir nicht gebraucht haben, vermietet. Wir hatten ungefähr zwölf, dreizehn Mieter. (S. 39-40)
(JSe) 1942 in Toulouse Sohn Francis geboren (S. 91-92)
(JSe) 13.01.1948 nach Saarbrücken zurückgekommen (S. 131)

Bemerkungen

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